Windows 10 Supportende im Oktober 2025: Jetzt planen


Zwischen Weihnachtsfeier und Jahresabschluss ist es vielleicht nicht das Thema, auf das Sie gewartet haben. Trotzdem gehört es auf die Liste für 2025: Am 14. Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Ab diesem Tag liefert Microsoft für die meisten Versionen keine Sicherheitsupdates mehr. Das Windows 10 Supportende betrifft in vielen Betrieben, die wir betreuen, noch einen großen Teil der Rechner. Zehn Monate klingen nach viel Zeit. Erfahrungsgemäß sind sie es nicht.

Was bedeutet das Windows 10 Supportende konkret?

Die Rechner hören am 15. Oktober 2025 nicht auf zu funktionieren. Sie starten weiter, Programme laufen weiter. Aber neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Jeder ungepatchte Rechner im Netz wird mit der Zeit zur offenen Tür. Für Unternehmen kommen weitere Punkte hinzu:

  • Datenschutz: Die DSGVO verlangt Sicherheit nach dem Stand der Technik. Ein Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates ist das Gegenteil davon.
  • Versicherungen: Cyberversicherungen fragen nach aktuellen, unterstützten Systemen.
  • Software: Hersteller von Fachanwendungen stellen den Support für Windows 10 nach und nach ein.
  • Office: Auch der Support für Office 2016 und Office 2019 endet am 14. Oktober 2025. Wer beides noch nutzt, hat gleich zwei Baustellen.

Schafft Ihr Rechner Windows 11?

Das ist die Frage, an der sich die Kosten entscheiden. Windows 11 stellt höhere Anforderungen an die Hardware als sein Vorgänger:

Anforderung Was das heißt
Prozessor Nur Prozessoren auf Microsofts Kompatibilitätsliste, grob gesagt Intel ab der 8. Generation und AMD Ryzen ab der 2000er-Serie
TPM 2.0 Sicherheitschip, bei vielen Rechnern vorhanden, aber im BIOS/UEFI teilweise deaktiviert
UEFI mit Secure Boot Moderner Start statt alter BIOS-Modus
Arbeitsspeicher Mindestens 4 GB, für den Büroalltag sind 8 GB oder mehr sinnvoll
Speicherplatz Mindestens 64 GB

Ob ein Gerät die Anforderungen erfüllt, zeigt die PC-Integritätsprüfung von Microsoft. Unsere Faustregel aus der Praxis: Rechner, die in den letzten fünf bis sechs Jahren gekauft wurden, schaffen den Umstieg meistens. Ältere Geräte oft nicht. Ein Umgehen der Anforderungen über Tricks ist für Firmenrechner keine Option, weil dann nicht sicher ist, ob künftige Updates zuverlässig ankommen.

Und was ist mit verlängertem Support?

Microsoft bietet für Windows 10 ein kostenpflichtiges Programm für erweiterte Sicherheitsupdates an, die sogenannten Extended Security Updates (ESU). Für Unternehmen hat Microsoft für das erste Jahr einen Preis von 61 US-Dollar pro Gerät genannt, der sich in den Folgejahren jeweils verdoppelt, maximal für drei Jahre. Auch für Privatnutzer wurde eine einjährige Verlängerung angekündigt. ESU ist eine Notlösung für einzelne Geräte, etwa für eine Maschinensteuerung, die nicht kurzfristig ersetzt werden kann. Als Strategie für den ganzen Betrieb taugt es nicht, denn es verschiebt das Problem nur und wird jedes Jahr teurer.

So planen Sie den Umstieg

  1. Inventur: Welche Rechner gibt es, wie alt sind sie, welches Windows läuft darauf? Notebooks im Außendienst und der alte PC an der Werkbank gehören dazu.
  2. Kompatibilität prüfen: Welche Geräte schaffen Windows 11, welche müssen ersetzt werden?
  3. Software prüfen: Laufen Ihre Fachanwendungen, Druckertreiber, Scanner und Spezialgeräte unter Windows 11? Fragen Sie bei den Herstellern nach.
  4. Budget einplanen: Neue Hardware, gegebenenfalls neue Office-Lizenzen, Arbeitszeit für die Umstellung.
  5. Testen: Erst ein oder zwei Rechner umstellen und im Alltag ausprobieren.
  6. Zeitplan: Die Umstellung gestaffelt über das Jahr verteilen, nicht alles im September.
  7. Altgeräte sicher entsorgen: Festplatten und SSDs vorher sicher löschen oder vernichten.

Aufrüsten, ersetzen oder etwas ganz anderes?

Für Rechner, die Windows 11 knapp nicht schaffen, gibt es mehrere Wege. Ein Rechner, der nur an deaktiviertem TPM oder Secure Boot scheitert, lässt sich oft mit ein paar Einstellungen im UEFI fit machen. Mehr Arbeitsspeicher oder eine SSD statt der alten Festplatte bringen bei grenzwertigen Geräten spürbar mehr Tempo. Ist der Prozessor zu alt, hilft dagegen nur ein Ersatz. Für sehr alte Geräte, die nur noch einen einfachen Zweck erfüllen, etwa das Abrufen einer Weboberfläche, kann im Einzelfall auch ein anderes Betriebssystem infrage kommen. Das sollte aber gut überlegt sein, denn Fachsoftware, Druckertreiber und die Einbindung in Ihre Verwaltung müssen dazu passen. Wir schauen uns das gerne Gerät für Gerät mit Ihnen an.

Warum Sie nicht bis zum Herbst warten sollten

Wir haben das Supportende von Windows 7 im Januar 2020 noch gut in Erinnerung. Viele Betriebe haben erst im letzten Quartal angefangen. Die Folge: Lieferzeiten für Geräte, ausgebuchte Dienstleister, hektische Wochenendeinsätze. Dazu kommt: Wer früh plant, kann Anschaffungen über das Jahr verteilen und vom Umstieg profitieren, statt ihn nur zu ertragen. Die aktuelle Version Windows 11 24H2 ist seit Oktober verfügbar und eine gute Basis für neue Geräte.

Gleichzeitig ist der Umstieg eine gute Gelegenheit, aufzuräumen: alte Benutzerkonten löschen, Berechtigungen prüfen, Datensicherung überdenken, Geräte einheitlich einrichten. Wer das mit erledigt, hat am Ende nicht nur ein neues Betriebssystem, sondern eine aufgeräumte IT.

Checkliste für Januar

  • Liste aller Windows-Rechner mit Alter und Ausstattung erstellt
  • Kompatibilität mit Windows 11 geprüft
  • Fachsoftware und Peripherie auf Windows-11-Tauglichkeit abgefragt
  • Office-Version geprüft
  • Budget für Ersatzgeräte im Jahresplan 2025
  • Zeitplan für die Umstellung festgelegt

Wir helfen Ihnen gerne

Sie möchten wissen, wie viele Ihrer Rechner Windows 11 schaffen und was der Umstieg kostet? Die Mittelstandsoptimierer erstellen Ihre Geräteinventur, prüfen die Kompatibilität, planen das Budget und übernehmen die Umstellung Schritt für Schritt, ohne dass Ihr Betrieb stillsteht. Rufen Sie uns an: 06131 144928-0.

Herzliche Grüße aus Mainz

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