Windows 10 endet in zwei Monaten: Was jetzt zu tun ist


Am 14. Oktober 2025 ist Schluss: Dann endet der Support für Windows 10, und Microsoft liefert für die meisten Versionen keine Sicherheitsupdates mehr. Bis dahin sind es nur noch gut zwei Monate, und ein Teil davon fällt in die Urlaubszeit. In vielen Betrieben, mit denen wir sprechen, laufen trotzdem noch einzelne oder sogar viele Rechner mit Windows 10. Wenn Sie zu ihnen gehören: kein Grund zur Panik, aber ein Grund, jetzt anzufangen. So können Sie Windows 10 auf 11 umstellen, ohne dass im Oktober Hektik ausbricht.

Was am 14. Oktober passiert und was nicht

Die Rechner laufen am 15. Oktober weiter wie bisher. Aber jede danach entdeckte Sicherheitslücke bleibt offen. Für Unternehmen ist das ein echtes Risiko, denn Angreifer suchen gezielt nach Systemen ohne Updates. Dazu kommt: Am selben Tag endet auch der Support für Office 2016 und Office 2019. Wer beides noch nutzt, hat zwei Baustellen gleichzeitig.

Für Ausnahmefälle bietet Microsoft kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) an. Für Unternehmen hat Microsoft dafür einen Preis von 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr genannt, in den Folgejahren steigt er. Für Privatnutzer wurden mehrere Wege zu einem Jahr ESU angekündigt, teils kostenlos in Verbindung mit einem Microsoft-Konto. Für einzelne Geräte, die sich nicht rechtzeitig ersetzen lassen, kann ESU eine Brücke sein. Als Plan für den ganzen Betrieb taugt es nicht.

Der Acht-Wochen-Plan: Windows 10 auf 11 umstellen

Woche 1: Bestandsaufnahme

Erfassen Sie alle Rechner mit Windows 10: Büro-PCs, Notebooks, der Rechner im Lager, das Gerät an der Maschine, der alte PC beim Empfang. Notieren Sie Alter, Prozessor, Arbeitsspeicher und wer damit arbeitet.

Woche 2: Kompatibilität prüfen

Windows 11 braucht einen unterstützten Prozessor, TPM 2.0 und Secure Boot. Die PC-Integritätsprüfung von Microsoft zeigt, ob ein Gerät geeignet ist. Manchmal reicht es, TPM oder Secure Boot im UEFI zu aktivieren. Ist der Prozessor zu alt, hilft nur ein neues Gerät.

Woche 3: Software und Peripherie

Fragen Sie bei den Herstellern Ihrer Fachanwendungen nach, ob sie unter Windows 11 freigegeben sind. Prüfen Sie Drucker, Scanner, Kartenleser und Spezialgeräte. Gerade ältere Geräte haben manchmal keine passenden Treiber mehr.

Woche 4: Neue Geräte bestellen

Für Rechner, die Windows 11 nicht schaffen, jetzt Ersatz bestellen. Je näher der Oktober rückt, desto länger können Lieferzeiten und Wartezeiten bei Dienstleistern werden.

Woche 5: Pilotgeräte umstellen

Stellen Sie zuerst zwei oder drei Rechner um, idealerweise bei Personen, die verschiedene Programme nutzen. Ein paar Tage Alltag zeigen, ob alles läuft.

Woche 6 und 7: Rollout

Die übrigen Rechner gestaffelt umstellen. Vorher jeweils Daten sichern und BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel parat haben. Danach Programme, Drucker und Netzlaufwerke prüfen.

Woche 8: Aufräumen

Restliche Windows-10-Geräte identifizieren und entscheiden: ersetzen, vom Netz nehmen oder als Ausnahme mit ESU absichern. Altgeräte sicher entsorgen, Festplatten vorher löschen oder vernichten.

Upgrade oder Neuinstallation?

Weg Vorteile Nachteile
Upgrade über Windows Update Programme und Daten bleiben erhalten, schnell Altlasten werden mitgenommen
Neuinstallation Sauberes System, oft spürbar schneller Programme neu installieren, Einstellungen neu vornehmen, mehr Aufwand
Neues Gerät Aktuelle Hardware, lange Nutzungsdauer Anschaffungskosten, Daten müssen umgezogen werden

Für Rechner, die bisher gut laufen, ist das Upgrade meist der pragmatische Weg. Bei älteren, vermüllten Systemen lohnt sich eine Neuinstallation.

Und was ist mit Office?

Wer noch mit Office 2016 oder Office 2019 arbeitet, sollte die Umstellung gleich mitdenken. Grundsätzlich gibt es zwei Wege: ein Abonnement mit Microsoft 365, bei dem die Programme laufend aktualisiert werden, oder eine Kaufversion wie Office 2024, die seit Oktober 2024 erhältlich ist. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie Sie arbeiten, ob Sie E-Mail und Dateien ohnehin in der Cloud haben und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Wichtig ist nur, dass Sie nicht am 14. Oktober feststellen, dass zwar Windows aktuell ist, die Office-Programme aber keine Updates mehr bekommen.

Wenn ein Gerät nicht umgestellt werden kann

Manchmal gibt es gute Gründe, warum ein Rechner bei Windows 10 bleiben muss, zum Beispiel weil er eine teure Maschine steuert und der Hersteller keine neue Software anbietet. Dann sollte das Gerät zumindest so weit wie möglich abgeschottet werden: kein Internetzugang, kein E-Mail-Programm, ein eigenes Netzsegment, nur die Verbindungen, die für die Maschine wirklich nötig sind. Dazu kommt ESU für die Übergangszeit und ein Plan, wann und wie die Steuerung ersetzt wird.

Checkliste vor jedem Umstieg

  • Datensicherung erstellt und geprüft
  • BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel gesichert
  • Lizenzen und Zugangsdaten für Fachsoftware griffbereit
  • Benutzer informiert, Zeitfenster vereinbart
  • Nach dem Umstieg: Drucker, Netzlaufwerke, E-Mail, Fachsoftware getestet
  • Updates nach dem Umstieg vollständig eingespielt

Gewöhnung an Windows 11

Der Umstieg ist für die meisten Mitarbeitenden kein großer Schritt. Das Startmenü sitzt mittig, einige Einstellungen sind umgezogen, das Kontextmenü sieht anders aus. Eine kurze Einführung von zehn Minuten oder ein einseitiges Merkblatt mit den wichtigsten Änderungen erspart viele Rückfragen. Und wer möchte, kann das Startmenü wieder an den linken Rand verschieben.

Wir helfen Ihnen gerne

Sie haben noch Rechner mit Windows 10 und wenig Zeit? Das IT-Team der Mittelstandsoptimierer übernimmt Bestandsaufnahme, Kompatibilitätsprüfung, Beschaffung und Umstellung, gerne auch außerhalb Ihrer Arbeitszeiten, damit Ihr Betrieb weiterläuft. Rufen Sie uns an: 06131 144928-0.

Herzliche Grüße aus Mainz

Teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis
  • Print
  • XING