Weihnachtskarten von der Firma: Digital oder gedruckt?


Jedes Jahr Mitte November dieselbe Frage im Büro: „Machen wir dieses Jahr wieder Weihnachtskarten?“ Und gleich danach: „Gedruckt oder digital?“ Weihnachtskarten von der Firma sind eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, bei denen Sie sich ohne Verkaufsabsicht bei Kunden, Partnern und Lieferanten melden können. Damit das nicht zur lästigen Pflicht wird, haben wir unsere Erfahrungen der letzten Jahre zusammengetragen.

Warum sich Weihnachtskarten für Firmen immer noch lohnen

Gerade im zweiten Corona-Winter, in dem viele persönliche Treffen, Messen und Weihnachtsfeiern wieder ausfallen oder kleiner ausfallen, ist ein Gruß zum Jahresende wertvoller als sonst. Viele Ihrer Ansprechpartner haben Sie das ganze Jahr vielleicht nur in Videokonferenzen gesehen. Eine Karte zeigt: Wir denken an Sie, auch wenn gerade kein Auftrag ansteht.

Der Haken: In den Wochen vor Weihnachten landen sehr viele Grüße auf den Schreibtischen und in den Postfächern. Wer auffallen will, braucht mehr als die Standardkarte mit Tannenzweig und vorgedrucktem „Frohe Festtage“.

Gedruckt oder digital: der direkte Vergleich

Kriterium Gedruckte Karte Digitale Karte
Wirkung Haptisch, bleibt oft auf dem Schreibtisch stehen Schnell gesehen, schnell vergessen, wenn sie nicht besonders ist
Persönliche Note Handschriftliche Zeilen möglich Persönliche Ansprache per Serienfeld, Video oder Animation
Aufwand Gestaltung, Druck, Unterschreiben, Kuvertieren, Porto Gestaltung, Versandliste, technische Umsetzung
Vorlaufzeit Mehrere Wochen, Druckereien sind im Dezember ausgelastet Auch kurzfristig machbar
Erreichbarkeit Problematisch, wenn Empfänger im Homeoffice sind Erreicht Empfänger überall
Risiken Veraltete Postadressen Spamfilter, Datenschutz bei Newsletter-Tools
Nachhaltigkeit Papier und Transport, Recyclingpapier möglich Kein Papier, aber auch nicht völlig ohne Energieverbrauch

Für wen eignet sich welche Variante?

Gedruckt, wenn …

  • Sie eine überschaubare Zahl wichtiger Kunden und Partner haben, die Sie persönlich kennen.
  • Sie in einer Branche arbeiten, in der Wertigkeit zählt, etwa Handwerk, Beratung oder Immobilien.
  • Sie bereit sind, jede Karte zu unterschreiben und idealerweise ein paar persönliche Worte dazuzuschreiben.

Digital, wenn …

  • Ihr Verteiler sehr groß ist und Sie viele Kontakte nur oberflächlich kennen.
  • Ihre Ansprechpartner überwiegend im Homeoffice arbeiten und Post im Büro liegen bleibt.
  • Sie etwas zeigen möchten, das auf Papier nicht geht: ein kurzes Video aus dem Team, einen Jahresrückblick in Bildern oder eine kleine Animation.
  • Sie spät dran sind. Ehrlich gesagt: Wer Ende November noch keine Druckerei beauftragt hat, sollte digital planen.

In der Praxis empfehlen wir oft eine Mischung: gedruckte Karten für die wichtigsten Kontakte, eine gut gemachte digitale Karte für alle anderen.

Sechs Tipps für Weihnachtskarten, die nicht im Papierkorb landen

  1. Persönlich statt Massenware: Ein Satz, der zeigt, dass Sie sich an das gemeinsame Projekt erinnern, wirkt mehr als jedes Gedicht.
  2. Eigene Motive: Ein Foto Ihres Teams, Ihrer Werkstatt oder Ihres Standorts ist unverwechselbar. Bei uns hat ein Bild vom verschneiten Mainzer Dom schon mehr Rückmeldungen gebracht als jede Kaufvorlage.
  3. Kein Verkauf: Rabattcodes und Produktwerbung haben in einer Weihnachtskarte nichts verloren. Das wirkt berechnend.
  4. Neutral bleiben, wo nötig: Nicht alle Empfänger feiern Weihnachten. Formulierungen wie „schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr“ schließen niemanden aus.
  5. Adressen prüfen: Gerade nach zwei Jahren mit vielen Umzügen ins Homeoffice, Firmenwechseln und neuen Ansprechpartnern lohnt ein Abgleich mit dem CRM.
  6. Spende statt Geschenk: Viele Firmen verbinden die Karte mit dem Hinweis auf eine Spende. Das kommt gut an, wenn es ehrlich und ohne großes Eigenlob formuliert ist.

Drei Textbausteine zum Anpassen

Falls die Muse gerade Urlaub hat, hier drei Ansätze, die Sie an Ihren Stil anpassen können:

  • Dankbar: „Danke, dass Sie uns auch in diesem ungewöhnlichen Jahr Ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir freuen uns auf alles, was wir 2022 gemeinsam anpacken.“
  • Mit Augenzwinkern: „Wir haben uns dieses Jahr öfter auf dem Bildschirm als im Büro gesehen. Wir hoffen, das ändert sich 2022 wieder.“
  • Kurz und herzlich: „Erholsame Feiertage, Gesundheit und einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ihnen das ganze Team.“

Ein handschriftlicher Zusatz von zwei Zeilen macht aus jedem dieser Texte eine persönliche Karte.

Digitale Weihnachtskarten: Was Sie technisch beachten sollten

Digital heißt nicht automatisch einfacher. Ein paar Punkte sollten Sie bedenken:

  • Kein riesiger Anhang: Ein großes PDF oder Bild im Anhang verstopft Postfächer und landet gern im Spamfilter. Besser: kurze E-Mail mit Link auf eine Seite auf Ihrer Website.
  • Kein offener Verteiler: Klingt banal, passiert aber jedes Jahr. Hunderte Adressen im „An“-Feld sind ein Datenschutzverstoß und peinlich obendrein.
  • Newsletter-Regeln beachten: Wenn Sie die Karte über ein Newsletter-Tool verschicken, gelten dieselben Regeln wie für Ihren Newsletter. Eine Weihnachtskarte an Kontakte ohne Einwilligung kann im Zweifel als Werbung gewertet werden.
  • Mobil testen: Viele lesen die Karte auf dem Smartphone. Prüfen Sie, wie sie dort aussieht.

Unser Zeitplan für gedruckte Karten

Wann Was
Anfang November Entscheidung, Budget, Empfängerliste
Mitte November Motiv und Text festlegen, Druckauftrag
Ende November Karten unterschreiben, Adressen drucken
Erste Dezemberwoche Versand, damit die Karten vor dem Weihnachtsurlaub ankommen

Papier und Druck waren in diesem Jahr spürbar weniger planbar als gewohnt. Fragen Sie bei Ihrer Druckerei früh nach den aktuellen Lieferzeiten.

Wir helfen Ihnen gerne

Ob gedruckte Karte mit eigenem Motiv, digitale Weihnachtsgrüße mit kurzem Teamvideo oder beides: Das Marketing-Team der Mittelstandsoptimierer gestaltet Ihre Weihnachtskarten und kümmert sich um die Umsetzung. Mehr unter www.mittelstandsoptimierer.de oder telefonisch unter 06131 144928-0.

Herzliche Grüße aus Mainz

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